| Titel | Titel auf Deutsch | Zusammenfassung | Journal | Link zum Artikel |
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| Poverty Impedes Cognitive Function Anandi Mani, Sendhil Mullainathan, Eldar Shafir und Jiaying Zhao (2013) | Armut beeinträchtigt die geistige Leistungsfähigkeit | Fragestellung: Können finanzielle Sorgen die geistige Leistungsfähigkeit kurzfristig beeinträchtigen? Methode: In Experimenten mit Erwachsenen in den USA wurden finanzielle Alltagssituationen mit unterschiedlich hohen Kosten vorgegeben. Anschließend bearbeiteten die Teilnehmenden Aufgaben zum logischen Denken und zur Aufmerksamkeitssteuerung. Ergänzend wurden 464 Zuckerrohrbauern in Indien vor und nach der Ernte beziehungsweise der Auszahlung ihrer Erträge untersucht. Ergebnisse: Bei Teilnehmenden mit geringerem Einkommen führten die finanziell belastenderen Szenarien zu schlechteren Testleistungen. Bei höherem Einkommen zeigte sich dieser Effekt nicht. Die untersuchten Bauern erzielten nach Erhalt ihrer Ernteerlöse im Durchschnitt bessere Ergebnisse als zuvor. Einordnung: Die Befunde sprechen dafür, dass Geldsorgen geistige Ressourcen beanspruchen, die dann für andere Aufgaben fehlen. | Science, Band 341, Heft 6149, Seiten 976–980. Veröffentlicht am 30. August 2013. | https://sendhil.org/wp-content/uploads/2019/08/Publication-24.pdf |
| Fictional Money, Real Costs: Impacts of Financial Salience on Disadvantaged Students Claire Duquennois (2022) | Fiktives Geld, reale Kosten: Wie Geldbezüge in Aufgaben benachteiligte Schülerinnen und Schüler beeinflussen | Fragestellung: Beeinflusst der Geldbezug einer Mathematikaufgabe die Leistung sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler? Methode: Die Studie untersucht internationale Mathematiktests und eine US-Lernplattform. Sie nutzt zufällig zugeteilte Testhefte und Aufgaben und vergleicht mathematisch ähnliche Fragen, beispielsweise Prozentaufgaben über Geld oder Kekse. Ergebnisse: Ein höherer Anteil geldbezogener Aufgaben verschlechterte die relative Testleistung benachteiligter Schülerinnen und Schüler. Leistungseinbußen zeigten sich auch bei nachfolgenden Aufgaben ohne Geldbezug. Einordnung: Die Befunde sprechen dafür, dass Geldbezüge finanzielle Sorgen aktivieren und Aufmerksamkeit binden können. Damit kann bereits der Kontext einer Aufgabe die gemessene Leistung und die soziale Leistungslücke beeinflussen. | American Economic Review, Band 112, Heft 3, Seiten 798–826. Veröffentlicht im März 2022. | https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1257/aer.20201661 |
